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Experiment

Farbenfroher Weihnachtsstern


Du brauchst:

  • 3-4 rote Blätter
  • einen Kochtopf mit Wasser
  • kleine Gefäße oder Stamperl
  • mög­lichst farblose Flüs­sig­kei­ten (Essig, Zi­tro­nen­saft etc.)
  • einen Tee­löf­fel, optional: Plas­tik­pi­pet­te

Anleitung

Schritt 1 Hast du alle Materialien parat?
Schritt 2 3-4 rote Blätter des Weihnachtssterns zerkleinern.
Schritt 3 Die Blätter im Kochtopf mit etwas Wasser (ca. 150 ml) ca. 10 Minuten kochen, bis ein rotes Extrakt entsteht.
Schritt 4 Das Extrakt abkühlen lassen und vorsichtig mit eine Löffel oder einer Pipette auf die leeren Gefäße aufteilen.
Schritt 5 Nun in jedes Gefäß etwa die gleiche Menge einer möglichst farblosen Flüssigkeit dazugeben (v.l.n.r. Zitronensaft, Apfelsaft, Essig, Wasser, Natron in Wasser, Waschmittel in Wasser).
Schritt 6 Was kannst du beobachten?

Was passiert?

Die roten Blätter des Weih­nachts­sterns ent­hal­ten Farb­stof­fe, so­ge­nann­te An­tho­cya­ne. Diese Farb­stof­fe können abhängig vom pH-Wert ihre Farbe ändern. Der pH-Wert ist eine Maß­ein­heit, mit der man angeben kann, ob eine wässrige Lösung sauer (z.B. Zi­tro­nen­saft, Ap­fel­saft, Essig), neutral (Wasser) oder basisch (Natron, Wasch­mit­tel) ist. An­tho­cya­ne sind bei saurem pH-Wert eher rötlich und bei ba­si­schem pH-Wert eher grünlich gefärbt. Einen Stoff, der den pH-Wert anzeigen kann, heißt In­di­ka­tor. Wenn du unser Ex­pe­ri­ment #2 zum Os­ter­ei­er­fär­ben gemacht hast, kennst du dieses Prinzip bereits.

Das Ergebnis des Experiments

Das sollte man beachten:

  • Der Weih­nachts­stern ist ein Na­tur­pro­dukt, weshalb nicht jede Pflanze gleich ist. Daher kann es schon beim Kochen des Extrakts zu mi­ni­ma­len Un­ter­schie­den in der Rot­fär­bung kommen.
  • Dem­entspre­chend können sich auch die Farben der fertigen Lösungen un­ter­schie­den. Speziell beim Natron kann man ver­schie­de­ne Farb­va­ri­an­ten (von rötlich oder ocker­far­ben bis blau) erhalten.
  • Auch beim Lei­tungs­was­ser kann es zu un­ter­schied­li­chen Farb­er­geb­nis­sen kommen, da dieses nicht überall gleich zu­sam­men­ge­setzt ist.
  • Zu­sätz­lich können je nach ver­wen­de­ter Essig oder Ap­fel­saft­sor­te andere Rottöne ent­ste­hen.

Merke:

Man sollte sich kei­nes­falls von ab­wei­chen­den Farben ent­mu­ti­gen lassen. Gerade das ist das schöne an der Wis­sen­schaft - zu er­for­schen, warum es bei Ex­pe­ri­men­ten zu un­ter­schied­li­chen Er­geb­nis­sen kommen kann und diese als Anlass zu nehmen, weiter zu forschen.

Weiter forschen:

Funk­tio­niert das Ex­pe­ri­ment auch mit einem anderen In­di­ka­tor? Probiere es mit Rot­kraut­saft.

Hast du gewusst...?

Damit sich die anfangs noch grünen Blätter des Weih­nachts­sterns später rot färben, muss die Pflanze täglich min­des­tens 12 Stunden im Dunklen stehen.