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Experiment

"Fascination of Plants Day"-Spezial: Wurzelwachstum


Du brauchst:

  • vor­ge­keim­te Bohnen
  • Kü­chen­rol­le
  • ein Glas
  • Wasser
  • Alu- oder Frisch­hal­te­fo­lie

Vor­be­rei­tung: Vor­kei­men der Bohnen

Für das Geo­tro­pis­mus-Ex­pe­ri­ment benötigt man drei vor­ge­keim­te Bohnen mit etwa gleich langen Wurzeln. Am besten rechnet man für das Vor­kei­men drei bis fünf Tage ein.

  1. Mehrere Blätter der Kü­chen­rol­le passend zu­sam­men­rol­len und in ein Trink­glas stecken. Das Glas sollte gut aus­ge­füllt sein.
  2. Zehn Bohnen bis zur Mitte entlang des Glas­ran­des rein­drü­cken. Das geht entweder mit dem Finger oder z.B. mit dem Stiel eines Löffels.
  3. Nun das Glas ca. halb voll mit Wasser füllen und mit Alu- oder Frisch­hal­te­fo­lie abdecken.
  4. Am dritten Tag nach­se­hen, ob die Bohnen schon gekeimt sind. Wenn nicht, dann für weitere ein bis zwei Tage stehen lassen.

Anleitung

Schritt 1 Hast du alle Materialien parat?
Schritt 2 Die gekeimten Bohnen aus dem Glas nehmen. Am besten drei Bohnen mit möglichst gleich langen Wurzeln verwenden.
Schritt 3 Nun den Versuchsaufbau wie beim Vorkeimen wiederholen.
Schritt 4 Diesmal darauf achten, dass die Bohnen im Glas unterschiedlich ausgerichtet sind: Einmal mit der Wurzel nach unten, einmal nach oben und eine Bohne mit der Wurzel zur Seite, also waagrecht.
Schritt 5 Wie im Vorversuch das Glas halbvoll mit Wasser füllen und mit Folie abdecken.
Schritt 6 Was kannst du in den nächsten Tagen beobachten?

Was passiert?

Durch die Erd­an­zie­hung, die so­ge­nann­te Gra­vi­ta­ti­on, wachsen die Wurzeln von Pflanzen au­to­ma­tisch senk­recht nach unten zum Erd­mit­tel­punkt. Das kannst du im Ex­pe­ri­ment gut be­ob­ach­ten: Auch die Wurzeln, die zuerst nach oben oder zur Seite gedreht waren, wachsen nach einiger Zeit nach unten. Wegen dieser Reaktion der Pflanzen auf den Schwe­re­reiz nennt man dieses Phänomen Geo­tro­pis­mus oder auch Erd­wen­dig­keit. Die Pflan­zen­be­we­gun­gen dienen der Pflanze dazu, ihren Le­bens­raum optimal zu nutzen, oder Gefahren aus­zu­wei­chen. Das ist zum Beispiel von Vorteil, wenn Pflanzen in schrägen Hang­la­gen wachsen.

Weiter forschen:

Forsche weiter und ex­pe­ri­men­tie­re mit anderen Boh­nen­sor­ten. Funk­tio­niert das Ex­pe­ri­ment auch mit Kres­se­sa­men? Probiere es aus!

Hast du gewusst...?

Wurzeln können be­ein­dru­cken­de Längen er­rei­chen: So kann die Haupt­wur­zel der Kiefer sieben Meter tief in die Erde wachsen.

Willst du mehr über Pflanzen und deren Er­for­schung erfahren? 

Die Webseite „gmi4kids” des Gregor-Mendel-Insituts (GMI) der Ös­ter­rei­chen Akademie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW) ver­mit­telt Kindern spie­le­risch die fas­zi­nie­ren­de Welt der Pflanzen und warum Pflan­zen­for­schung so wichtig ist. Neben einem Me­di­en­raum mit span­nen­den Fotos und In­for­ma­tio­nen und be­ein­dru­cken­den Pflan­zen­fak­ten, gibt es Spiele zu den Themen „Blätter”, „Be­stäu­bung” und „Wurzeln”. Vertiefe nach dem Ex­pe­ri­men­tie­ren dein Wissen und erfahre alles über die ver­schie­de­nen Wur­zel­ar­ten und wie Wurzeln wachsen. Über­prü­fe an­schlie­ßend dein Wissen in einem Memory-Spiel und einem Lü­cken­text.

Übrigens, die üb­rig­ge­blie­be­nen vor­ge­keim­ten Bohnen, die du für das Ex­pe­ri­ment nicht brauchst, kannst du danach im Garten oder am Balkon ein­pflan­zen.